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Vergessenes Bergland - ursprüngliches Nordkamerun
Kamerun
20 Tage

«Am ersten Tag soll der Fremde nur seine Augen und Ohren öffnen, nicht aber seinen Mund.» Afrikanisches Sprichwort

Beim Anblick der bizarren Gebirgslandschaft der Mandara Berge dürfte dies nicht schwer fallen. Wir werden wohl eher wortlos staunend auf die eigentümlichen Vulkanzapfen dieses Gebirges blicken. Weiter gehts ins abgelegene Alantika Gebirge an der Grenze zu Nigeria. Hier finden wir ein Stück unverfälschtes Afrika. Wir befinden uns im Land der Koma. Ein Volk, welches sich bis heute ihre Kulte und Traditionen bewahrt hat.

 
1. Tag: Flug Zürich–Douala
Gegen Abend Ankunft in Douala und Fahrt ins Hotel.

2. Tag: Méfou und Yaoundé
Am frühen Morgen Fahrt nach Yaoundé. Während einem Ausflug in den Park von Méfou, einer Auffang- und Pflegestation für verschiedene Primatenarten, beobachten wir Gorillas, Schimpansen und die nur in Westafrika lebenden Drills. Hier ist es ihnen möglich, in Halbfreiheit zu leben und gleichzeitig umsorgt zu sein. Zurück in Yaoundé fahren wir zum Bahnhof, um den Nachtzug nach N’Gaoundéré zu besteigen.

3. Tag: N'Gaoundéré–Maroua
Am Bahnhof in N’Gaoundéré werden wir bereits von unserem Fahrer erwartet. Von hier begeben wir uns auf die lange aber landschaftlich interessante Weiterfahrt nach Maroua. Immer wieder führt unsere Fahrt durch Dörfer, deren Bewohner sich mit der Farbenpracht ihrer Gewänder zu übertrumpfen versuchen. Nach einem anstrengenden Tag erreichen wir gegen Abend Maroua, die grösste Stadt im äussersten Norden des Landes.

4. Tag: Maroua–Mokolo–Rhumsiki
Am Morgen fahren wir über Mokolo weiter nach Rhumsiki. In einem der besuchten Dörfer unterwegs begegnen wir einem Krabbenzauberer und schauen bei den lokalen Webern und Töpfern vorbei bevor wir uns im Camp von Rhumsiki einrichten. Unmittelbar hinter dem Dorf ragen die eindrücklichen Vulkanzapfen der Mandara Berge in die Höhe und bilden eine märchenhafte Landschaft.

5.–7. Tag: Trekking in den Mandara Bergen
In dieser herrlichen und aussergewöhnlichen Landschaft führt unser Trekking von Dorf zu Dorf, alle mit wohlklingenden Namen wie Roufta, Gova, Mouw, Kila und Amsa. Das hier ansässige Volk der Kirdi lebt in Rundhütten aus Lehm mit spitz zulaufendem Strohdach. Wir besuchen eine Schmiede, wo typisch afrikanische Gelbgussware (Bronze) hergestellt wird. Leider stirbt das Handwerk langsam aus, in Amsa bleibt es bis zum heutigen Tag in ursprünglicher Form erhalten. Unterwegs besuchen wir die Schlucht von Cola bei Garoua.

8. Tag: Garoua–Poli–Tal der Roniers– Wangay
In Wangay angekommen, fallen uns einmal mehr die farbenfrohen Gewänder der Einheimischen auf. Heute werden wir vom Lamido, dem Stammesfürsten des Ortes empfangen. Wir essen gemeinsam und übernachten bei ihm.

9.–12. Tag: Trekking in den Alantika Bergen
Das Gebiet der Alantika Berge nahe der nigerianischen Grenze hat dank seiner abgelegenen Lage viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt. Die hier lebenden Komas flüchteten vor der Islamisierung in das abgelegene Gebirge. Alantika bedeutet frei übersetzt «Allah berührt es nicht». Animismus und Totenkult sind noch heute prägende Elemente ihres Glaubens und ihrer Lebensweise. Die Begegnungen auf Augenhöhe mit diesem Naturvolk bildet einen der Höhepunkte unserer Reise. Die einzigartige Landschaft lädt immer wieder zum Verweilen ein. Zurück in Wangay übernachten wir noch einmal beim Lamido.

13. Tag: Wangay–Poli–N'Gaoundéré
Zurück in N'Gaoundéré besichtigen wir die Stadt und den Sultanspalast. N'Gaoundérés Geschichte wurde mehrheitlich vom Islam geprägt. Die Stadt ist recht modern und ist Sitz einer Universität für Agrikultur und Technologie. Abends besteigen wir den Nachtzug zurück nach Yaoundé.

14. Tag: Yaoundé–Kribi
Ankunft in Yaoundé im Laufe des Vormittags. Wir fahren gleich weiter per Bus zum Badeort Kribi am Golf von Guinea. Hier geniessen wir etwas Zeit zum Entspannen nach unseren Trekkingtagen in den Bergen des Nordens.

15. Tag: Zum Volk der Pygmäen
Je nach Anzahl Teilnehmer teilen wir uns auf in zwei Gruppen, um das Volk der Pygmäen zu besuchen. Wir fahren in das Dorf Nlendé und erreichen nach knapp dreistündigem Trekking durch den Tropenwald die Siedlung der Pygmäen. Noch heute lebt das stolze kleine Volk als Jäger und Sammler abgelegen im Wald. Viele wohnen noch in den aus Ästen und grossen Blättern konstruierten Hütten, deren Form an Iglus erinnert und ideal an ihre Bedürfnisse und Lebensweise angepasst sind. Wir erleben ihren Alltag hautnah mit und verbringen die Nacht unter Zelt im Wald.

16. Tag: Bei den Pygmäen
Wir begleiten die Pygmäen und ihre typischen kleinen Jagdhunde zur Jagd. Es wird mit Pfeil und Bogen gejagt oder Netze werden ausgelegt, in welche die Hunde das Wild treiben. Mit beeindruckendem Geschick bewegen sich unsere Gastgeber durch den dichten Wald. Wer sich lieber als Sammler als als Jäger betätigt, kann auch Pflanzen und Honig suchen! Aber nicht nur Nahrungsmittel werden gesammelt. Die Pygmäen sind als heilkundiges Volk bekannt und sammeln auch Pflanzen zu Heilzwecken. Später gehts zu Fuss und per Bus zurück nach Kribi.

17. Tag: Meeresschildkröten-Station bei Campo
Heute unternehmen wir einen Ausflug zur Meeresschildkröten-Station in der Nähe von Campo. Unterwegs besuchen wir Fischerdörfer und den Fluss Ntem an der Grenze zu Äkuatorialguinea.

18. Tag: Kribi
Auf einer Piroge gleiten wir dem Lobéfluss entlang und beobachten die Frauen der Mabia beim Krevettenfang mit Korbreusen (spezielle Fangkörbe). Zurück in Kribi haben wir Zeit, am Strand unsere Seele baumeln zu lassen.

19.–20. Tag: Rückreise in die Schweiz
Am Nachmittag fahren wir zurück nach Douala. Während unserem Abschiedsessen lassen wir die unzähligen Eindrücke dieser mitunter anstrengenden und beeindruckenden Reise Revue passieren. Abends fahren wir zum Flughafen und fliegen zurück in die Schweiz, wo wir am nächsten Morgen ankommen.

Reisehinweise
– Das Platzangebot der einkalkulierten Flugtarife ist limitiert. Allfällige Zuschläge für höhere Tarifklassen vorbehalten. Früh buchen lohnt sich!
– Mittelschweres Trekking, gute Kondition, 2 Tagesetappen durch den Tropenwald von 2–3 Stunden, 6 Tagesetappen im Gebirge von 5–6 Stunden in Höhen bis 1600 Meter.
– Das Hauptgepäck wird während des Trekkings von der Begleitmannschaft getragen. Den Tagesrucksack tragen wir selber.
– Ausdauer für Bahn- und Überlandfahrten, 1 Ganztagesfahrt, 2 Tagesetappen von 4–5 Stunden, 5 Tagesetappen von 2–3 Stunden, 2 Zugfahrten über Nacht.
– Die angegebenen Distanzen sind Richtwerte und können je nach Witterungsbedingungen, Kondition der Teilnehmer oder anderen Umständen variieren.
– Hitzeverträglichkeit sowie Offenheit und Respekt gegenüber ursprünglichen Kulturen sind Voraussetzungen für diese Reise.
Termin: 18.11.2012 - 07.12.2012
Teilnehmer: 10 - 14 Personen
Preis: CHF 6.990.-
Zuschlag: Kleingruppe 6-7 Personen CHF 950.- / 8-9 Personen 650.-, Einzelbelegung CHF 520.-
Leistungen: Flüge Zürich-Douala-Zürich, alle Transfers und Überlandtransporte, Zugfahrten im 4-Bett-Abteil, 6 Übernachtungen in Hotels, 1 Übernachtung in einfachem Gasthaus und 9 Übernachtungen im Zweierzelt, Vollpension während der ganzen Reise, Visum, Trekkingtasche
Reiseleitung: Christian Dinkel
Zusatzkosten: Trinkgelder, persönliche Auslagen
 
         
     
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